2. Orchesterkonzert mit Maxim Vengerov

Wenn Maxim Vengerov Sergej Prokofjews Erstes Violinkonzert interpretiert, begegnen sich zwei außergewöhnliche musikalische Persönlichkeiten. Vengerov zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Geigern unserer Zeit und begeistert weltweit mit seiner technischen Brillanz, klanglichen Intensität und außergewöhnlichen Bühnenpräsenz.

Bereits im Alter von zehn Jahren gewann der in Nowosibirsk geborene Musiker den Internationalen Wieniawski-Wettbewerb und begann kurz darauf seine internationale Karriere. Er studierte unter anderem bei Galina Turtschaninowa und Sakhar Bron und arbeitete seither mit den bedeutendsten Orchestern der Welt zusammen, darunter die Berliner Philharmoniker, das London Symphony Orchestra, das Gewandhausorchester Leipzig, das Chicago Symphony Orchestra, das Royal Concertgebouw Orchestra, das New York Philharmonic und die Wiener Philharmoniker. Dabei konzertierte er unter Dirigenten wie Daniel Barenboim, Zubin Mehta, Claudio Abbado, Mstislaw Rostropowitsch und Valery Gergiev.

Sein erstes Violinkonzert zeigt Sergej Prokofjews eigenwilligen Charakter als Komponist bereits in voller Blüte. Der in Sankt Petersburg teils als „Bürgerschreck” verschriene Komponist beherrschte die klassisch-romantische Tradition aus dem Effeff und trieb mit ihr auch gerne seine Späße – sehr zum Ärger der Professoren und Philister. Auch im Violinkonzert lässt Prokofjew die romantischen Gesten und virtuosen Linien gerne ins Groteske abrutschen, aber nie mit Gehässigkeit, sondern stets mit liebevoller Wertschätzung.

In der zweiten Konzerthälfte interpretieren die Mannheimer Philharmoniker die klangprächtige und fantasievolle Suite Scheherazade von Rimski-Korsakow. In vier Sätzen lässt der Komponist die legendären Figuren der Erzählung Tausendundeine Nacht lebendig werden. Der tyrannische Sultan, die kluge und schöne Scheherazade, das verliebte Prinzenpaar und all die anderen, die in den Erzählungen Scheherazades ihre waghalsigen Abenteuer bestehen müssen.