Calendar

09.03.2020 - 20:00
10.03.2020 - 20:00

5. Akademiekonzert: 09. & 10. März 2020

Further Informations:
https://musikalische-akademie.de/konzert/5-akademiekonzert-2019-20/

Organiser:
Musikalische Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim e.V.

Roderick Cox

Dirigent

Zwei Ungarn und zwei Franzosen kommen in eine Bar … was folgt, ist kein Flachwitz, sondern eine geballte Ladung ausgelassener Klangpoesie! Mit Kodály, Bartók, Lalo und Ravel gibt der junge amerikanische Dirigent Roderick Cox seinen Einstand in Mannheim. Nach Premieren in Los Angeles, Houston und Washington D.C. zieht es den Senkrechtstarter nach Deutschland, wo er auch das europäische Publikum mit seinen traumhaften musikalischen Ideen begeistern will!

Copyright: Josh Kohanek

 

 

Copyright: Marco Borggreve

Maximilian Hornung

Violoncello

„Er kontrolliert seinen Ton, er formt ihn hingebungsvoll, aber er bewacht ihn nicht. Seine lautere Musikalität macht stets das Richtige“, schrieb unlängst ein Kritiker der ZEIT. Gemeint ist der Cellovirtuose Maximilian Hornung, dessen Einspielungen bereits mehrfach mit dem ECHO Klassik-Preis ausgezeichnet wurden. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören unter anderem Christian Tetzlaff und Anne-Sophie Mutter – und auch mit Cox begibt er sich gern auf eine musikalische Reise durch den europäischen Kontinent …

Zoltán Kodály (1882-1967)
Tänze aus Galánta

Èdouard Lalo (1823-1892)
Konzert für Violoncello und Orchester d-Moll

Maurice Ravel (1875-1937)
Pavane pour une infante défunte

Béla Bartók (1881-1945)
Das wunderbare Mandarin op. 19

Bartók und Kodály waren ihr Leben lang nicht nur in Freundschaft, sondern auch einer engen musikalischen Partnerschaft verbunden. Nach gemeinsamen ethnologischen Reisen in den 1920er-Jahren publizierten die Quasinachbarn eine Edition ungarischer Volkslieder. Kodálys Tänze aus Galánta sind eine Hommage an eine bekannte ungarische Kapelle, deren temperamentgeladenen Tänze den jungen Kodály zu einer eigenen, nicht minder feurigen Komposition inspirierten.

Bartóks Interesse wiederum galt hauptsächlich der bäuerlichen Folklore, und gerade die Bauerntänze brachten ihn „auf die Möglichkeit einer vollständigen Emanzipation von der Alleinherrschaft des bisherigen Dur-Moll-Systems“. Diese Offenbarung bestimmt die musikalische Tonsprache seiner einaktigen Tanzpantomime Der wunderbare Mandarin, die mit ihrem freien Dissonanzgebrauch in einer Verwandtschaft zu Werken Strawinskys und Prokofjews steht.

Aus dem mediterranen Raum schöpfen die beiden Franzosen: In seinem Konzert für Violoncello und Orchester, das zu den bekanntesten Konzerten im Cellorepertoire zählt, erinnert sich Édouard Lalo an seine spanische Heimat. Konventionelle Formen versuchte Lalos Zeitgenosse Ravel neu zu erfinden: So auch in seiner zehnminütigen Pavane, einem ursprünglich aus Padua stammenden Schreittanz, „wie er von einer kleinen Prinzessin, wie Velázques sie am spanischen Hof gemalt hatte, wohl hätte getanzt werden können“.