Kalender

24.02.2014, 20:00 Uhr

Akademiekonzerte: 5. Akademiekonzert

Weitere Informationen:
http://www.musikalische-akademie.de/

Veranstalter:
Musikalische Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim e.V.

Weitere Links:
Ticketbestellung

Mannheim Rosengarten, Mozartsaal

Dirigent: Dan Ettinger
Mezzosopran: Edna Prochnik
Klavier: Fazil Say

Leonard Bernstein

Ouvertüre zu Candide

Maurice Ravel

Konzert für Klavier und Orchester G-Dur

Leonard Bernstein

1. Symphonie Jeremiah

Leonard Bernstein. Bernsteins Grenzgänge zwischen Musical, Oper und Operette werden an keinem anderen Bühnenwerk so deutlich wie an Candide. Zwischen 1956 und 1989 entstanden fünf verschiedene Fassungen, die den Stoff von Voltaires Satire auf unterschiedliche Weise den Belangen des Musiktheaters anpassten. Der pluralistische Charakter ist formal und stilistisch bereits in der Ouvertüre angelegt, mit der Bernstein seine musikalischen Ideen der „Opern-Operette“ brennglasartig bündelt.

Maurice Ravel. Die Vorzüge des Jazz lernte Ravel auf seiner Amerikatournee kennen und bald als kompositorisches Material schätzen. In seinem Klavierkonzert G-Dur (1929–31) ist der Jazzstil vor allem in den Ecksätzen präsent, die von einem enormen, beinahe extrovertierten Bewegungsdrang und perkussiver Klanggestaltung gekennzeichnet sind. Die solistischen Aktionen reichen vom Klavier bis zu einzelnen Orchesterstimmen und bilden ein wörtlich zu nehmendes „concertare“, ein beeindruckendes Wetteifern der ganzen Besetzung. Im überraschenden Kontrast dazu steht der langsame Mittelsatz, dessen in sich ruhender Gestus wie eine melodiöse Verinnerlichung wirkt.

Leonard Bernstein. Bereits in jungen Jahren begann sich Bernstein kompositorisch für die jüdische Kultur zu interessieren und setzte sich 1942 in seiner ersten Symphonie mit der biblischen Geschichte des Jeremia auseinander. Ein besonderes Anliegen war die emotionale Qualität der Texte, die Bernstein in den ersten beiden Sätzen „Prophecy“ und „Profanation“ rein instrumental und im dritten Satz „Lamentation“ im Blick auf das Wort auch vokal ausdeutete. Dabei griff er auf traditionelle hebräische Gesänge sowie eine liturgische Kadenz im Andenken an die Zerstörung Jerusalems zurück – eine musikalische Mahnung inmitten der Kriegsjahre.