Kalender

03.06.2019 - 20:00
04.06.2019 - 20:00

7. Akademiekonzert: 03. & 04. Juni 2018

Weitere Informationen:
http://musikalische-akademie.de/konzert/7-akademiekonzert-201819/

Veranstalter:
Musikalische Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim e.V.

7. Akademiekonzert 18/19 | Musikalische Akademie

Alexander Soddy

Dirigent

Knapp 100 Minuten, sechs Sätze, ein gigantisches Orchester, Solostimme, Frauen- und Knabenchor: Das ist Gustav Mahlers monumentale dritte Symphonie. „Symphonie heißt mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen“, schreibt Mahler – und Mannheims GMD Alexander Soddy stellt sich mit dem NTO diesem musikalischen Kosmos, der vom unbeseelten Stein über Tier und Mensch hin zu Engeln und dem Göttlichen alles umfasst, was Welt ist.

Heike Wessels

Mezzosopran

Damenchor des NTM

Choreinstudierung: Dani Juris

Kinderchor des NTM

Choreinstudierung: Anke Kober

 

„Sein ganzes Wesen schien mir eine geheimnisvolle Naturverbundenheit zu atmen; wie tief, wie elementar sie war, hatte ich immer nur ahnen können und erfuhr es nun unmittelbar aus der Tonsprache seines symphonischen Weltentraums“ – schreibt der Dirigent und Mahler-Freund Bruno Walter, nachdem Gustav Mahler ihm aus seiner dritten Symphonie vorgespielt hat – am Ort ihrer Entstehung, in Steinbach am Attersee.

Natur und Landschaft dort hat Mahler in dieser Symphonie „wegkomponiert“, so scherzt er, und doch ist diese Dritte, sein längstes Werk, viel mehr als nur Naturbetrachtung, sie ist eine ganze geistige Welt, Mahlers Welt, in der sich Nietzsches düster-orgiastische Zarathustra-Betrachtungen mit der kindlichen Naivität der Wunderhorn-Lieder mischen, Posthorn und Polka, heitere Satire und schmerzlichste Unerbittlichkeit. Den großen Publikumserfolg der dritten Symphonie hat Mahler selbst miterlebt – ganz geheuer war ihm diese ungeheure Musik trotzdem nie, zu Recht …

„Wahres Entsetzen fasst mich an, wenn ich sehe, wohin das führt, welcher Weg der Musik vorbehalten ist und dass mir das schreckliche Amt geworden, Träger dieses Riesenwerks zu sein.“