Kalender

18.03.2019 - 20:00
19.03.2019 - 20:00

6. Akademiekonzert: 18. & 19. März 2019

Weitere Informationen:
http://musikalische-akademie.de/konzert/6-akademiekonzert-201819/

Veranstalter:
Musikalische Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim e.V.

Weitere Links:
Kartenvorverkauf

6. Akademiekonzert 18/19 | Musikalische Akademie

Sebastian Tewinkel

Dirigent

Er greife „… den Klang förmlich mit Händen“, schrieb ein Kritiker über Sebastian Tewinkel. Der weltweit gefragte Dirigent und Echo-Klassik-Preisträger ist gern gesehener „Wiederholungstäter“ am Pult des NTO in Mannheim und hat ein nur scheinbar schlichtes Ziel: Einfach „gut Musik zu machen“.

Patrick Koch

Klarinette

Musik, die Geschichten erzählt, bestimmt diesen Konzertabend – und im Fall von Richard Strauss’ „Duett-Concertino“ sind die Erzähler zwei junge, hochbegabte Musiker:

der Klarinettist Patrick Koch …

Antonia Zimmermann

Fagott

und die Fagottistin Antonia Zimmermann.

Die Jagdgöttin Diana spielt in Joseph Haydns Oper „La fedeltà premiata“ eine entscheidende Rolle – und weil Haydn dann Musik aus der Oper zum Schlusssatz seiner Symphonie Nr. 73 umarbeitete, tönen die Jagdhörner munter durch dieses raffinierte Presto. Die Symphonie hatte ihren Titel weg: „La Chasse“, und das Publikum war, wie immer bei Haydn, hingerissen. Ein Kritiker schwärmt: „Möchte doch Heydn diese grosse Symphonieenepoche mit mehrern solcher herrlicher Arbeiten krönen, und alle schlechte Symphonieschreiber dadurch zum Stillschweigen bringen …“

Ein Hauch „Die Schöne und das Biest“ weht durch das „Duett-Concertino F-Dur“:

In diesem hinreißenden Stück von Richard Strauss macht eine dunkle Gestalt (Fagott) der schönen Prinzessin (Klarinette) erst einmal hörbar Angst, bevor sich die beiden dann doch finden, umspielt von schönsten straussschen Spätwerk-Streicherklängen.

In César Francks „Le Chasseur maudit“ galoppiert eine deutsche Sagengestalt durch französische Symphonik: „Der wilde Jäger“ ist ein Gedicht des deutschen Balladenonkels Gottfried August Bürger – ein unfrommer Rheingraf geht am heiligen Sonntag auf die Jagd, im dunklen Wald aber ereilt den Sünder dann der Fluch von oben: Auf ewig wird er von bösen Geistern gehetzt werden …

Ein Jammer, dass jenes Werk, mit dem Franz Liszt die Form der symphonischen Dichtung überhaupt erst erfunden hat, in Nazideutschland als Radio-Jingle für all die dreist gelogenen Wehrmachtsberichte von der Front missbraucht wurde. Dabei hat Liszt bei „Les Préludes“ nun wahrlich nicht an Krieg, geschweige denn einen wie Hitler gedacht, vielmehr an den Kampf, den der Mensch zeit seines Lebens mit sich selber führt – all diese Kämpfe, Meditationen, Seligkeiten und Verzweiflungen sind für Liszt nur Vorspiele, Präludien, zum Tod …