Kalender

11.02.2019 - 20:00
12.02.2019 - 20:00

5. Akademiekonzert: 11. & 12. Februar 2019

Weitere Informationen:
http://musikalische-akademie.de/konzert/5-akademiekonzert-201819/

Veranstalter:
Musikalische Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim e.V.

Weitere Links:
Kartenvorverkauf

5. Akademiekonzert 18/19 | Musikalische Akademie

Marianna Shirinyan

 

Klavier

Einen großen Bogen vom 18. ins 20. Jahrhundert schlägt dieses Programm. Mittendrin: eines von Mozarts schönsten Klavierkonzerten.

Die armenische Pianistin Marianna Shirinyan, in Skandinavien schon mit Ehren und Preisen überhäuft, ist inzwischen in den Konzertsälen in ganz Europa und auf den internationalen Festivals eine feste Größe, weil sie, so ein Kritiker, „die Begabung hat, mit ihrem Spiel Geschichten zu erzählen“.

Ben Glassberg

Dirigent

Musik ist Rhythmus: Keiner weiß das besser als der junge britische Dirigent Ben Glassberg, Gewinner des Internationalen Dirigentenwettbewerbs Besançon 2017, studierter Percussionist und einer der mitreißendsten Musiker der neuen Generation.

György Ligeti, geboren in Siebenbürgen, hat sich vor seiner Flucht aus Ungarn jahrelang hingebungsvoll mit der ungarischen Volksmusik beschäftigt und als Musikethnologe über rumänische Folklore geforscht. Viele Melodien sind ihm von diesen Studien im Kopf geblieben, und aus ihnen entstand 1951 sein „Concert Românesc“, das „Rumänische Konzert“, dessen Folklore den kommunistischen Machthabern Ungarns dann schon ein Verbot wert war, weil zu modernistisch – dabei zitiert Ligeti hier nur liebevoll den manchmal „schrägen“ Ton ländlicher Dorfkapellenmusik …

„Wenn es auf Erden überhaupt etwas gibt, das vollkommen ist, dann KV 488 von Mozart“, schreibt der holländische Schriftsteller Maarten ʼt Hart. KV 488 – das ist Wolfgang Amadeus Mozarts 23. Klavierkonzert in A-Dur. Wie nah sich Traurigkeit und Trost sein können und dass es Musik gibt, in der beide gleichzeitig erklingen, das weiß man erst, wenn man den vom Klarinettenton überglänzten fis-Moll-Mittelsatz dieses Konzerts gehört hat, diese im Siciliano sich wiegenden Klavierfiguren, die das Orchester dann in einem selig-betrübten, großen Ausatmen mit sich fortwischt …

„Mozarts Geist aus Haydns Händen“ werde er empfangen, gab Graf Waldstein seinem Schützling Ludwig van Beethoven mit auf den Weg von Bonn nach Wien. Spätestens in der Symphonie Nr. 2 ist dann aber Schluss mit ehrfurchtsvoller Rückschau: Beethoven öffnet der Zukunft die Tür und kegelt den bei Mozart und Haydn noch üblichen Menuettsatz zugunsten des Scherzos aus der Versuchsanordnung, und das dermaßen „allegro vivace“, dass man versteht, was er meint, als er angesichts seiner zeitgleich einsetzenden Ertaubung schreibt: „Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht.“